Diese Bücher können Sie auch in der Hängematte lesen

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profil-Morgenpost
07/30/2021

Sommerliche Lesetipps aus der Redaktion

Was profil-RedakteurInnen aus unterschiedlichen Ressorts als Urlaubslektüre empfehlen.

von Joseph Gepp

Guten Morgen!

Fahren Sie auf Urlaub? Falls ja, dann wird er heuer Corona-bedingt wohl eher auf dem Mittelmeerstrand oder dem heimischen Seeufer stattfinden als auf dem Mount Everest. Falls wieder ja - dann haben Sie vielleicht Zeit, einige Romane zu lesen, wie man das im Urlaub gerne macht, weil im normalen Alltag keine Zeit bleibt. Und falls erneut ja: Dann hätte die profil-Redaktion einige sommerliche Buchtipps für Sie.

Da wäre etwa „Der heilige King Kong“ des US-Amerikaners James McBride. Es geht um einen Mordversuch in der abgehalfterten Baptistengemeinde „Five Ends“ im Süden Brooklyns. Der Roman ist aber kein klassischer Krimi, vielmehr eine Milieustudie, deren Handlungsstränge sich raffiniert ineinander verknüpfen. Das neue Lieblingsbuch von Sebastian Hofer (Ressort Gesellschaft) ebenso wie von Ex-US-Präsidenten Barack Obama.

Im Spannungsfeld zwischen Feminismus und Identität

Franziska Dzugan (Ressort Wissenschaft) hingegen empfiehlt etwas, das diesseits des Ozeans spielt, in dem aber ebenfalls unterschiedliche Biographien ineinander übergehen. Im Roman „Mädchen, Frau etc.“ verbindet die britische Schriftstellerin Bernhardine Evaristo die Schicksale von zwölf Menschen miteinander, die meisten von ihnen schwarze Frauen aus Großbritannien. Es geht um die Lebensbedingungen von Frauen, um Gender- und Diversitätsfragen, um das Spannungsfeld zwischen Feminismus, Rassismus, Identität und Familie.

Der nächste Tipp kommt von Clemens Neuhold (Innenpolitik). Juli Zehs Roman „Über Menschen“ handelt von einer Berlinerin, die aufs Land zieht, in die tiefe brandenburgische Provinz. Dort sieht sie sich unter anderem einem rechten Nachbarn gegenüber und findet manch alte Annahme auf eine harte Probe gestellt. „Das bisher witzigste und philosophischste Buch von Zeh“, urteilt Kollege Neuhold.

Ein „Hellseher“ aus Wien in Berlin

Mein eigener Buchtipp wäre schließlich ein wenig gelesener Roman des deutschen Schriftstellers Lion Feuchtwanger, erschienen im Jahr 1943. „Die Brüder Lautensack“ basiert auf einer wahren Geschichte: Der Romancier verarbeitet das Schicksal von Hermann Steinschneider, eines Trickkünstlers aus Ottakring, der sich als Hellseher ausgab. Im Berlin der frühen Dreißigerjahre füllt Steinschneider ganze Veranstaltungssäle mit seinen angeblichen Hellsehereien. Wiewohl selbst Jude, unterstützt er die aufkommenden Nationalsozialisten – die ihn gleich nach der Machtergreifung im Jahr 1933 ermorden. Eine ebenso tragische wie grandiose Schilderung des Aufstiegs des Nationalsozialismus.

Diese vier Bücher sollten mehr als reichen für einen literarisch spannenden Urlaub. Und falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, zuhause bleiben (oder schon wieder heimgekehrt sind) und keine Zeit für Romane haben - lesen Sie doch einfach das neue profil.

Schönen Urlaub,

Joseph Gepp

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