© Getty Images/Laurie Chamberlain

Wirtschaft
07/20/2021

So werden Sie reich!!!

Hier erfahren Sie, wie Sie superschnell massig Geld anhäufen. Oder doch verlieren?

von Michael Nikbakhsh

Sind Sie auf den Titel angesprungen? Auf das Bahamas-Foto? Reingefallen. Eh nur ein bisschen, es war ja nicht böse gemeint. Anders bei Leuten, die gutgläubigen Anlegern mit schönen Bildern, catchy Botschaften und ganz vielen Ausrufezeichen das Ersparte aus der Tasche hauen wollen. Die Online-Finanzwelt ist, wenn man den lästigen Werbebannern glaubt, ein einziges großes Versprechen: Schneller Wohlstand aus dem Nichts. Globalisierung und Digitalisierung machen es gerade unseriösen Anbietern einfach, Finanzprodukte im dehnbarsten Sinne des Wortes international zu bewerben. Viel unlauteres Geschäft hat sich in den Krypto-Kosmos verlagert, da tun sich die Akteure mit dem Abzocken leichter, weil sie sich faktisch jeder Kontrolle entziehen. Mal sind es die Fake-Geschichten von Promis und ihrer ersten Million, mal die Warnungen vor der Geldentwertung, der Pensionslücke oder überhaupt dem Zusammenbruch des Währungssystems.


Die Botschaften pfeifen, das Problem wächst mit dem Delta zwischen Sparzinsen und Inflationsrate. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) spricht zunehmend oft "Investorenwarnungen" aus - vor Dienstleistern, die Bank - und Wertpapiergeschäfte ohne jede Konzession anbieten und/oder mangelhafte Produktinformationen liefern. 2015 kamen über das Jahr verteilt um die 40 Warnungen zusammen, 2020 waren es mehr als 80 und in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 65. Viele der Anbieter sind Limiteds und LLCs und sitzen irgendwo offshore, allein das sollte Warnung genug sein.


Was auch immer Sie in Geldfragen unternehmen, bedenken Sie stets: Es gibt nichts geschenkt. Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann sollten Sie vielleicht doch noch einmal drüber schlafen. Und ehe Sie Leuten Geld schicken, die Sie noch nie gesehen haben - ein Blick auf fma.gv.at schadet nie.

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