EU-Kommissionspräsidentin Ursula Von der Leyen schüttelt die Hand des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Im Hintergrund sind Fotos der Proteste gegen den Mercosur-Deal und Geldscheine zu sehen.
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Fix zusammen: Wer vom EU-Mercosur-Deal profitiert und wer verliert

Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen hat sich die EU zu einem Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten durchgerungen. Wer sind die Verlierer und wer die Gewinner des neuen Deals?

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Für Santiago Peña Palacios war es eine abwechslungsreiche Woche: Am Montag ließ er sich von der Bildungsministerin über das eben angelaufene Schulbuchprogramm informieren, am Dienstag überzeugte er sich von den Fortschritten eines überregionalen Straßenbauprojekts, am Mittwoch empfing er eine Wirtschaftsdelegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Am Samstag schrieb Paraguays Präsident Geschichte. In der Hauptstadt Asunción fand die feierliche Unterfertigung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten statt.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die Repräsentanten von Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay setzen mit ihren Unterschriften den symbolischen Schlussstrich unter mehr als 25 Jahre dauernde Verhandlungen. „Mit dem Mercosur-Abkommen schaffen wir einen Markt mit 700 Millionen Menschen – die größte Freihandelszone der Welt“, jubilierte von der Leyen am Freitag vergangener Woche, nachdem der Rat der Europäischen Union seine Zustimmung zu dem umfangreichen Vertragswerk gegeben hatte.

Schon jetzt sind die Wirtschaftsräume eng verbunden. Europa ist nach China der wichtigste Handelspartner der Mercosur-Länder. Im Jahr 2024 belief sich der Warenhandel zwischen den vier südamerikanischen Staaten und der EU auf rund 111 Milliarden Euro. In den kommenden 15 Jahren soll der Großteil der Handelsbarrieren schrittweise abgebaut werden. Die EU-Kommission geht davon aus, dass sich Europas Exportunternehmen jährlich vier Milliarden an Zöllen ersparen.

Die Zustimmung musste sich die Kommission dennoch erkaufen.

Josef Redl

Josef Redl

ist Redakteur im Wirtschafts-Ressort.

Hannah Müller

Hannah Müller

ist seit September 2025 bei profil.