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Sie können politische Waffen sein – oder Instrumente zum Schutz von Märkten und Klima. Gibt es gute und schlechte Zölle?

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„Im Regelfall ist Handelspolitik vorhersehbar“, meint der Handelsökonom Harald Oberhofer. 2025 war da anders. Sehr anders. profil blickt in vier Kapiteln auf ein ungewöhnliches Zolljahr.

Kapitel 1: Trumponomics

Das Wirtschaftsjahr 2025 wurde von den Zollmaßnahmen eines einzigen Mannes dominiert: US-Präsident Donald Trump. Nach seiner Amtseinführung Ende Jänner warf Trump mit Zolldrohungen um sich und verunsicherte damit weltweit Investoren, Unternehmen und Regierungen. Im Verlauf des Frühjahrs änderte er teils stündlich seine Vorhaben, Aktienkurse schwankten entsprechend stark, Regierungen baten den US-Präsidenten um Einsicht. Es half nur bedingt: Im Sommer bekam die ganze Welt Trumps Zölle ab. 50 Prozent auf Stahl und Aluminium, 50 Prozent auf Dosenbier, zehn Prozent Basiszoll – einfach so. Dieser Zollsatz gilt seitdem – auch für alle europäischen Stahl- und Aluminiumerzeuger, die in den US-Markt exportieren.

Trumps Zollkeule sollte „America great again“ machen. Heute zeigen Studien: Die größten Verlierer seiner Handelspolitik sind die Amerikaner selbst. Verbraucher zahlen höhere Preise, weil Unternehmen Zölle häufig direkt weitergeben – oder sie nutzen gar die Gelegenheit, Preise stärker zu erhöhen, als die Importkosten tatsächlich gestiegen sind. Gleichzeitig leiden viele US-Firmen, die auf Importe angewiesen sind. Seit Trumps Inauguration ist die Inflation in den USA deutlich gestiegen.

Ironischerweise trifft Trumps Zoll die US-Amerikaner auch mitten in ihrer kulturellen DNA: beim Cowboystiefel. Im tief republikanischen Texas sind

Hannah Müller

Hannah Müller

ist seit September 2025 bei profil.