PK LAND OBERÖSTERREICH "GOOGLE-RECHENZENTRUM IN KRONSTORF" / SPATENSTICH: STELZER (ÖVP)
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Kronstorf: Windkraft nein danke! Rechenzentrum ja bitte!

Google will das Rechenzentrum in Kronstorf vergrößern. Dadurch steigt dessen Energiebedarf weiter an. Doch woher soll der Strom kommen?

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In Oberösterreich sind die Rollen klar verteilt. Die schwarz-blaue Landesregierung hält Windräder für Teufelszeug, große Rechenzentren hingegen betrachtet sie mit bemerkenswerter Gelassenheit. Brisant wird das allerdings, sobald man einen Blick auf den Strombedarf solcher Rechenzentren wirft. Eines der größten in Europa baut Google derzeit ausgerechnet im oberösterreichischen Kronstorf.

Im April luden die Österreich-Chefin von Google und die oberösterreichische Landesregierung zum Spatenstich in die kleine Marktgemeinde an der Enns. In zwei Jahren soll dort ein großes Rechenzentrum eröffnet werden, rund 100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Jetzt wurden weitere Ausbaupläne eingereicht: Der Standort in Oberösterreich soll zu einem der größten des Konzerns werden. Damit steigt auch der Strombedarf deutlich an – von ursprünglich 1,3 auf bis zu 3,5 Terawattstunden (TWh) pro Jahr, also etwa ein Viertel des gesamten Bedarfs von Oberösterreich. Ein Investment in Milliardenhöhe, das Strom in Unmengen verschlingen wird. Woher soll Oberösterreich die dafür nötige Energie liefern? Und zwar ohne die Strompreise für Haushalte und Unternehmen in der Region massiv in die Höhe zu treiben?

Clara Peterlik

Clara Peterlik

ist seit Juni 2022 in der profil-Wirtschaftsredaktion. Davor war sie bei Bloomberg und Ö1.