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Trockenheit: Wie Burgenlands Bauern ihr Wasser retten

Das Grundwasser wird weniger. Österreich will jetzt wissen, wer wie viel Wasser entnimmt. Im Seewinkel regeln die Bauern selbst, wie sie mit ihrem Wasser auskommen.

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Auf Gerald Kerns Kartoffelfeld scheint die Welt in Ordnung. In wenigen Tagen beginnt die Ernte. Die Erdäpfelpflanzen stehen wadelhoch im satten Grün, trotz Hitzewelle und Trockenheit. Kern greift in die Erde und holt eine prächtige Kartoffel heraus. Bald wird sie im Frittierfett einer McDonald’s-Filiale schwimmen. Doch dass die Welt hier so in Ordnung scheint, verdankt Kern seinem Wasserschlauch und seinem Feldbrunnen.

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Gerald Kern in seinem Kartoffelfeld

„Wir arbeiten wassersparender und haben ausgemacht, niemand bewässert zu Mittag.“ 

In Österreich wird über Ziesel bei Bauprojekten und über Haselmäuse bei Stromleitungen gestritten. Ums Wasser ging es bislang selten. Die Ressource war im Überfluss vorhanden. Doch Trockenheit und Klimakrise lassen die Grundwasserreserven schrumpfen. Heuer sogar deutlich früher als sonst. Und die Wettermodelle verheißen einen besonders trockenen Hitzesommer. Wer wie viel Wasser entnehmen darf, wird zu einer heißen Frage – nicht nur im Burgenland. Der Rechnungshof forderte bereits vor zwei Jahren in einem Bericht belastbare Daten zur Wasserentnahme. ÖVP-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig kündigte in der ORF-„Pressestunde“ an, dass ein Wasserentnahmeregister noch diesen Sommer kommen soll. Die Zeit drängt.

Clara Peterlik

Clara Peterlik

ist seit Juni 2022 in der profil-Wirtschaftsredaktion. Davor war sie bei Bloomberg und Ö1.