Freyja-Maria Smolle-Jüttner im Porträt, rote Locken, schwarzer Blazer
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Chirurgin: „Ich wäre vorsichtig, als Mann gegen Genderforschung zu sein“

Freyja-Maria Smolle-Jüttner erklärt, warum sie eine neue Forschungsgruppe zu Gendermedizin plant, weshalb viele Krankheiten bei Frauen schlechter erkannt werden – und warum Ärztinnen oft erfolgreicher behandeln.

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Studien zeigen immer wieder, dass Ärztinnen bessere Behandlungserfolge haben als Ärzte. Sollte man sich, wenn möglich, von einer Frau behandeln lassen?

Freyja-Maria Smolle-Jüttner

Man sollte sich den oder die Kompetenteste suchen, die oder der in Reichweite ist.

Sehr diplomatisch. Aber woran liegt es, dass Ärztinnen beim Behandlungserfolg statistisch besser abschneiden?

Smolle-Jüttner

In meinem Fach, der Chirurgie, ist das Phänomen gut untersucht. Chirurginnen sind vorsichtiger und geduldiger, sie haben dadurch weniger Komplikationen im OP. Aus eigener Erfahrung mit meinen Teams weiß ich, dass sie auch feinmotorisch oft besser sind. Auf der anderen Seite streben Frauen weniger nach riskanten Grenzgängen als Männer – was in manchen Situationen aber sehr wichtig sein kann. Was man in den Spitälern deshalb braucht, ist ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zwischen Chirurginnen und Chirurgen.

Studien zeigen: Chirurginnen sind vorsichtiger und geduldiger, sie haben dadurch weniger Komplikationen im OP.

Franziska Dzugan

Franziska Dzugan

schreibt für das Wissenschaftsressort, ihre Schwerpunkte sind Klima, Medizin, Biodiversität, Bodenversiegelung und Crime.