Die Wilde Jagd
Die Wilde Jagd

© Caroline Barrueco

Kultur
04/29/2020

Die Wilde Jagd und die Welt nach der Katastrophe

Countersound #27: Philip Dulle findet Musik gegen Corona.

von Philip Dulle

Langsam erwacht die Welt aus ihrem Schlaf. Ferne Geräusche, verhallte Stimmen, tiefes Raunen. „Ich war's, sagt die Eule. Ich war's, sagt der Wind. Ich war's, sagt der Räuber. Ich war's, sagt der Prinz.“ Mit diesen Worten beginnt das dritte Album von Die Wilde Jagd, dem Musikprojekt des Berliner Produzenten Sebastian Lee Philipp. Aus Krautrock, Elektronik und hypnotischer Rhythmik wird in „Haut“ eine Tragödie in vier Akten geformt, ein Trip ins Ungewisse, die Musik als Metapher einer Wiedergeburt inszeniert.

Gemeinsam mit der Sängerin Nina Siegler erzählt Sebastian Lee Philipp auf den zwischen zehn und 14 Minuten langen Stücken von fernen Erinnerungen, von Zweisamkeit, vom Bedürfnis, den eigenen Körper zu verlassen – und von der endgültigen Auflösung. Am Ende regiert der Rausch, das Hämmern am Tor zu einer neuen Welt nach der Katastrophe.

Alles wird gut.

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