Foto von einer Pressekonferenz der österreichsichen Bundesregierung
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Die Bundesregierung hat sich nach einigem Leiden auf die Budgets für die Jahre 2027 und 2028 geeinigt. Sind Pensionisten der Bankomat der Nation? Werden Reiche verschont und Ärmere gequält – oder umgekehrt? profil beantwortet fünf zentrale Fragen.

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Wien, Rathausplatz. Traiskirchen. Sigmundsherberg. Markus Marterbauer war für den heurigen 1. Mai gut gebuchter Gast bei sozialdemokratischen Feierlichkeiten. Ein wenig Zuspruch von den Genossen am Tag der Arbeit kann der Finanzminister nach den nervenzehrenden Budgetverhandlungen gut gebrauchen. Montagabend präsentierten Kanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) mit Marterbauer die Eckpunkte des Doppelbudgets für die Jahre 2027 und 2028. 5,1 Milliarden sollen in den kommenden beiden Jahren „konsolidiert“ werden. Darunter verstehen die drei Koalitionschefs eine wilde Mixtur aus Einsparungen, Kürzungen und Abgabenerhöhungen gleichermaßen.

In den Ministerien geht die Detailarbeit jetzt erst richtig los. Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) muss mit dem ÖBB-Management klären, welche Bauprojekte der Bahn verschoben oder ganz abgesagt werden. Das Einsparungsziel: 55 Millionen Euro im Jahr 2027, 285 Millionen im Jahr darauf. Den leichtesten Job hat vermutlich Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP). Sein Ressort muss zwar in den kommenden zwei Jahren jeweils 50 Millionen einsparen. Genau diesen Betrag erhalten Österreichs Landwirte umgekehrt aber im Rahmen der Agrardieselvergütung zur Abfederung der hohen Spritpreise. Die Klientel des ÖVP-Bauernbundes muss also nicht gleich wieder zur Traktordemonstration auf der Wiener Ringstraße ausrücken, wie zuletzt am 1. April. 

Doch welche Gruppe ist tatsächlich der Bankomat der Nation? Wie abhängig sind die Staatsfinanzen von der Entwicklung der Weltwirtschaft? Werden Reiche verschont und Ärmere gequält – oder umgekehrt? profil beantwortet fünf zentrale Fragen zum Doppelbudget.

Gernot Bauer

Gernot Bauer

ist seit 1998 Innenpolitik-Redakteur im profil und seit 2025 Leiter des Innenpolitik-Ressorts. Co-Autor der ersten unautorisierten Biografie von FPÖ-Obmann Herbert Kickl.

Daniela Breščaković

Daniela Breščaković

ist seit April 2024 Innenpolitik-Redakteurin bei profil. War davor bei der „Kleinen Zeitung“.

Josef Redl

Josef Redl

ist Redakteur im Wirtschafts-Ressort.