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Titelgeschichte
11/28/2020

Klassenlotterie: Warum die Bildung unserer Kinder so ungerecht ist

Das Österreichische Bildungssystem ist extrem ungerecht. Ungleiche Startchancen werden nicht abgefedert. Es mangelt an Mitteln, oft auch an Konzepten. Dazu kommen ideologische Schranken. Die Corona-Lockdowns verschärfen das Problem. Doch es gibt Lösungen – und Schulen, die sie wählen.

von Sebastian Hofer, Edith Meinhart , Christa Zöchling

Es musste schnell gehen. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden vor zwei Wochen Online-Stundenpläne entworfen, Nachhilfestunden und ein Betreuungsdienst in der Schule organisiert. Auf die letzten versprochenen Laptops warten sie noch immer. Der zweite Lockdown. Jetzt weiß man mehr. „Die Kinder haben es schwer“, sagt Klaus Tasch, Direktor einer 800-Kinder-Schule am Stadtrand von Graz, umgeben von Einfamilienhäusern, Gewerbeflächen und einem Autobahnzubringer. „Sie leiden am vernunftgesteuerten Umgang mit der Krise; ihnen fehlen die Freunde und das, was an normalen Tagen in einem Klassenzimmer eben so passiert“.

Unterricht im BG BRG Klusemannstraße in Graz.

Tasch zögert einen Augenblick, aber dann sagt er: „Der Zauber des Augenblicks geht fast zur Gänze verloren.“ Das Kognitive könne man gut auslagern ins Distance Learning, doch Schule sei mehr, unterrichten sei intuitiv, das meiste passiere ungeplant. Das mache es menschlich. Jetzt habe man dreißig Kinder am Bildschirm vor sich, ein paar vielleicht gar nicht.

Lesen Sie die Geschichte von Sebastian Hofer, Edith Meinhart und Christa Zöchling in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper!

 

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