Renate Anderl und Martha Schulz
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Hat die Wirtschaftskammer-Krise die Sozialpartnerschaft ramponiert?

Die Wirtschaftskammer-Krise wirkt sich nicht gerade positiv auf die österreichische Sozialpartnerschaft aus. profil sprach mit den Präsidentinnen der WKO, Martha Schultz, und der Arbeiterkammer, Renate Anderl.

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Die Sozialpartnerschaft wird heuer 80 Jahre alt. Jahr für Jahr werden an die 450 Kollektivverträge neu verhandelt. Und diese Partnerschaft ist in Österreich für ihre Mitglieder – für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmerinnen – verpflichtend. Zumindest ein Teil dieser Partnerschaft kommt aber seit zwei Monaten nicht aus der Krise. Wie wirkt sich das auf die Sozialpartnerschaft insgesamt aus? Und wie belasten üppige Funktionär-Salärs und die höchst fragwürdigen Methoden des Wiener Kammerpräsidenten Walter Ruck die 80-jährige Beziehung?

Frau Anderl, wie froh sind Sie, dass Sie gerade nicht den Job von Frau Schultz machen müssen?

Renate Anderl

Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass jetzt auch aufseiten der Wirtschaftskammer Österreich eine Frau an der Spitze ist.

Seit Harald Mahrers Rücktritt als Präsident kommt die Wirtschaftskammer nicht aus der Krise, und das Image ist, gelinde gesagt, ramponiert. Welche Auswirkungen hat das auf die Sozialpartnerschaft?

Marina Delcheva

Marina Delcheva

leitet das Wirtschafts-Ressort. Davor war sie bei der „Wiener Zeitung“.