Ein Mann, Viktor Orban, salutiert. Im Hintergrund stehen Menschen.
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Was Orbáns Debakel für Europas Rechtspopulisten bedeutet

Unter Europas Rechtspopulisten herrscht nach der Ungarn-Wahl Rumoren bis Panik. Viele fragen sich, welche Lehren sie aus Orbáns Niederlage ziehen sollen.

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US-Präsident Donald Trump hält ihn für einen „fantastischen Typ“; Marine Le Pen von der französischen Rechtsaußen-Partei Rassemblement National bezeichnete ihn als „außergewöhnlichen Führer“; und der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders sprach von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán gar als „Löwen auf einem Kontinent, der von Schafen geführt wird“.

In seinen 16 Jahren als Ministerpräsident Ungarns wurde Orbán zu so etwas wie dem Posterboy des Rechtspopulismus. Gleichgesinnte auf der ganzen Welt eiferten ihm nach. Sie bejubelten Orbán für seine harte Migrationspolitik. Sie bewunderten ihn dafür, wie rasch und geschickt er sein Land zur „illiberalen Demokratie“ umbaute, wie er Medien, Wirtschaft und Justiz unterwarf. Sie beklatschten, wie er sich mit der EU anlegte und seine Nähe zu Russland stolz vor sich hertrug.

All das ist Orbán nun zum Verhängnis geworden.

Siobhán Geets

Siobhán Geets

ist seit 2020 im Außenpolitik-Ressort und seit 2025 stellvertretende Ressortleiterin. Schwerpunkt: Europa und USA.