Sergej Skripal
Sergej Skripal

© APA/AFP

Haben die Russen Sergej Skripal und seine Tochter vergiftet?
05/23/2018

Haben tatsächlich die Russen den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter vergiftet?

Die Weltlage ist verwirrend. Ein profil-Guide, Teil 16.

Das wird sich vermutlich nie mit letzter Sicherheit feststellen lassen. Bisher weiß man bloß, dass die Skripals einem Gift ausgesetzt waren, das allen zur Verfügung stehenden Informationen zufolge in Russland entwickelt und ausschließlich dort produziert wurde. Das wirft die Frage auf, wer über dieses Gift verfügen konnte und gleichzeitig ein Interesse daran hat, einen ehemaligen Doppelagenten auszuschalten, der in den Westen übergelaufen ist und in Großbritannien Unterschlupf gefunden hat.

Gibt es in dem Streit irgendjemanden, dem man vertrauen kann?

Grundsätzlich darf man keiner Regierung blind vertrauen. Das muss spätestens seit dem mit falschen Behauptungen begründeten Einmarsch der USA im Irak jedem bewusst sein. Vielleicht hilft es, sich zu überlegen, wem man eher Glauben schenken würde: einer Regierung, die - teils selbst, teils über staatlich kontrollierte Medien - eine Unzahl absurder Theorien über den Vorfall in die Welt setzt, um offenkundig nur Verwirrung zu stiften; oder einer, die befürchten muss, dass allfällige Unwahrheiten in der Öffentlichkeit aufgedeckt werden.

Sagen Sie: "Wenn man nicht gerade einen Spionagethriller schreibt, ist die einfachere Erklärung meistens die wahrscheinlichere."

Sagen Sie nicht: "Hat eigentlich schon mal jemand überprüft, ob Skipals Schwiegermutter ein Motiv hat?"

25 Fragen, um die Welt zu erklären:

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