Russlands Präsident Putin und US-Präsident Trump stehen nebeneinander auf einem Flughafen-Rollfeld vor einem Flugzeug, im Hintergrund stehen Soldaten
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Warum die EU ihre schärfsten Waffen gegen Desinformation nicht nutzt

Russland, China, der Iran und die USA greifen Europa mit Desinformation an. Die EU baut sich lieber einen neuen Schutzschild, anstatt bestehende Waffen zu nutzen.

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Die EU ist im Krieg. Moskaus Angriff endet nicht an der ukrainischen Grenze. Das Regime von Wladimir Putin attackiert auch andere Staaten in Europa mit Sabotageakten, Cyberangriffen und Desinformation. „Hybride Kriegsführung“ nennt sich das, was Russland seit über vier Jahren auf dem Kontinent betreibt. Auch China, der Iran und sogar der einstige Verbündete USA drängen in Europas Informationsräume. Österreich wird zum Schauplatz des hybriden Krieges.

Die EU hat die Gefahr erkannt und nennt sie „FIMI“: „Foreign Information Manipulation and Interference“, übersetzt: ausländische Informationsmanipulation und Einmischung. Es gehe dabei um strategische, koordinierte und absichtliche Manipulation, hält die EU fest. Meist sind die Taten selbst nicht illegal – und doch bedrohen sie die demokratischen Strukturen und Prozesse in Europa.

Kriege werden heutzutage nicht nur mit Panzern und Drohnen geführt, sondern auch mit Lügen und schädlichen Algorithmen.

Kaja Kallas

EU-Außenbeauftragte

„Kriege werden heutzutage nicht nur mit Panzern und Drohnen geführt, sondern auch mit Lügen und schädlichen Algorithmen“, schreibt EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas: „Die größte Gefahr geht von staatlich geförderten Operationen aus, die darauf abzielen, die Bürger zu verwirren und zu manipulieren, um unsere Ansichten, politischen Entscheidungen und letztendlich unser Wahlverhalten zu beeinflussen.“

Eine Frau mit schulterlangem blondem Haar spricht vor einem unscharfen blauen Hintergrund und trägt ein rotes Oberteil.
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Nun wird in Brüssel und Straßburg ein neuer Schutzschild für die Demokratie gebaut. Ein Europäisches Zentrum für demokratische Resilienz soll Bedrohungen früher erkennen, Staaten vernetzen und Gesellschaften widerstandsfähiger machen.

Max Miller

Max Miller

ist seit Mai 2023 Innenpolitik-Redakteur bei profil. Schaut aufs große Ganze, kritzelt gerne und mag Grafiken. War zuvor bei der „Kleinen Zeitung“.