Egisto Ott im Großen Schwurgerichtssaal
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Spionage-Urteil: Wie es zum 8:0-Debakel für Egisto Ott kam

Warum es neun Jahre dauerte bis der Ex-BVT-Beamte Egisto Ott (nicht rechtskräftig) wegen Spionage verurteilt wurde. Und wieso das Urteil glasklar war.

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8:0, 8:0, 0:8, 1:7, 8:0, 8:0, 8:0: Was auf den ersten Blick wirkt wie eine kuriose Ergebnisserie aus der untersten Fußball-Landesliga, hat mit Sport rein gar nichts zu tun. Es geht um ein Match der ganz anderen Art: eine Entscheidungspartie, die ein gewisser Egisto Ott, einst Mitarbeiter im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), seit Jänner vor Gericht geführt hat, die eigentlich aber schon seit 2017 am Laufen war. Und nun ist klar: Ott hat haushoch verloren. Jedenfalls, wenn es nach den Geschworenen geht, die ihn Mitte dieser Woche mit deutlichen Abstimmungsergebnissen für schuldig befanden. 

Schuldig der Russland-Spionage, des Amtsmissbrauchs und einer ganzen Reihe anderer Delikte. profil hat die Causa in den vergangenen Jahren intensiv begleitet – so auch in den entscheidenden Minuten im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts.

Stefan Melichar

Stefan Melichar

ist Chefreporter bei profil. Der Investigativ- und Wirtschaftsjournalist ist Mitglied beim International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). 2022 wurde er mit dem Prälat-Leopold-Ungar-Journalist*innenpreis ausgezeichnet.

Max Miller

Max Miller

ist seit Mai 2023 Innenpolitik-Redakteur bei profil. Schaut aufs große Ganze, kritzelt gerne und mag Grafiken. War zuvor bei der „Kleinen Zeitung“.