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Klima-Podcast
07/15/2022

Warum interessiert sich die Kunst nicht für die Klimakrise?

Tauwetter #39: “Kunst hat auch die Aufgabe wissenschaftliche Erkenntnisse erlebbar zu machen und Verhaltensänderungen anzustoßen”, sagt die Tänzerin und Sozialwissenschafterin Gloria Benedikt.

von Christina Hiptmayr, Franziska Dzugan

Es war im Jahr 2019, als der US-amerikanische Theaterregisseur Peter Sellars in seiner Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele feststellte: “Die Wissenschaft gibt uns noch 15 Jahre, um eine neue ökologische Zivilisation zu schaffen. Und wo sind die Künstler?”.

Blättert man das heurige Programm der Salzburger Festspiele durch, muss man sich erneut die Frage stellen: “Wo sind die Künstler?”. Die darstellende Kunst, so scheint es, hat kein ausgeprägtes Interesse an der Klimakrise, dem drängendsten Problem unserer Zeit. “Wir brauchen den Beitrag der Kunst jedoch sehr dringend”, sagt Gloria Benedikt im Gespräch mit Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr. Denn sie spiele eine bedeutende Rolle, wenn es darum gehe, den Menschen die Erkenntnisse der Forschung zu vermitteln und verständlich zu machen, so die Tänzerin, Choreografin und Sozialwissenschafterin, die sechs Jahre lang am Internationalen Institut für Systemanalyse (IIASA) daran arbeitete, wissenschaftliche Erkenntnisse auf die Bühne zu bringen.

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„Tauwetter“, das bezeichnet Zeiten der Schneeschmelze ebenso wie Phasen politischen Aufbruchs. „Tauwetter“, so heißt auch der profil-Podcast zur Klimakrise und deren Bekämpfung - mit Fokus auf Österreich. Er erscheint jeden zweiten Freitag.