Der Novomatic-Konzern wollte 2017 über Gernot Blümel an ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz herankommen – damit dieser dem Konzern bei der Lösung von Problemen auf dem italienischen Markt hilft. In einem SMS von Neumann an Blümel war wörtlich von einer "Spende" die Rede.
Von Michael Nikbakhsh,
Stefan Melichar und
Jakob Winter
Ein cooler Beratungsauftrag, Einladungen zu exklusiven Mittagsessen und Kontakte zu israelischen Verschlüsselungsspezialisten: Aus der schwungvollen Geschäftsbeziehung des ÖVP-Stiftungsrats im ORF Thomas Zach mit Wirecard-Manager Jan Marsalek.
Islamistischer Terror, Cyberattacken, Corona-Faschisten, Neonazis unter Waffen – es wäre die Stunde des Bundesamts für Verfassungsschutz BVT. Doch der Schutzschild der Republik versagt. Datenlecks, Nebengeschäfte, politische Interventionen und ein nicht vereitelter Anschlag in Wien. [E-Paper]
Von Thomas Hoisl,
Stefan Melichar,
Clemens Neuhold,
Michael Nikbakhsh und
Christa Zöchling
Die Salzburger Wüstenrot-Gruppe war eng mit der Commerzialbank verbandelt. Bausparkasse und Versicherung versenkten dort gemeinsam 16 Millionen Euro: Termineinlagen, die noch kurz vor der Bankschließung verlängert worden waren.
Haben Christian Pilnacek und Johann Fuchs, zwei ranghohe Vertreter des Justizapparats, dem Ibiza-Untersuchungsausschuss Beweismittel vorenthalten? Michael Nikbakhsh beantwortet drei Fragen zu den Recherchen.
Christian Pilnacek und Johann Fuchs stehen im Verdacht der falschen Beweisaussage vor dem „Ibiza“-Ausschuss. Der Sektionschef und der OStA-Leiter sollen bei ihren Befragungen wiederholt die Unwahrheit gesagt haben – wie ein aufmerksamer Beamter aus dem Justizministerium feststellte.
Vertreter des Justizressorts sollen dem laufenden „Ibiza“-Untersuchungsausschuss gezielt Beweismittel vorenthalten haben. Gegen Christian Pilnacek und Johann Fuchs, zwei ranghohe Vertreter des Justizapparats, steht der Verdacht des Amtsmissbrauchs und der falschen Beweisaussage im Raum.
Ehemalige Manager des kollabierten Konzerns sollen mehr als eine halbe Milliarde Euro aus dem Wirecard-Vermögen verschoben haben. Die deutsche Justiz vermutet, dass zumindest der flüchtige Ex-Vorstand Jan Marsalek sich bereichert hat. Eine Recherche von profil, "Süddeutscher Zeitung", WDR und NDR.
Die Staatsanwaltschaft Wien will fünf Männer wegen NS-Wiederbetätigung vor Gericht stellen. Sie sollen versucht haben, in Österreich eine paramilitärische Organisation aufzuziehen. Mit dem Ziel, das "Deutsche Reich" wiederherzustellen. Die Anklageschrift wirft Blick in eine Welt des Irrsinns.
Im Buwog-Prozess sind Urteile gefallen – 16 Jahre nach der Privatisierung der Buwog, elf Jahre nach Beginn der Ermittlungen wurden Karl-Heinz Grasser und Freunde zu hohen Haftstrafen verurteilt. Und auch wenn Sie das jetzt nicht lesen wollen: Es gilt die Unschuldsvermutung.
"Kommandounternehmung, Staatsstreich, Militärputsch": Ein einst länderübergreifendes rechtsextremes Netzwerk wollte das "Dritte Reich" wieder errichten – nun sollen sich fünf Mitglieder in Wien wegen NS-Wiederbetätigung und Vorbereitung des Hochverrats vor Gericht verantworten.
Andreas Treichl über 50 Jahre profil – eigentlich sollte dieses Interview ja viel eher geführt werden, aber was läuft heute schon nach Plan. Jetzt aber: Der frühere Chef der Erste Group über zeitungslesende Banker, das große Durcheinander 2020 und Europas wirtschaftliche Ermüdung.