„Krieg ist die Hölle, immer“, sagte Pete Hegseth, der amerikanische Kriegsminister, am Tag nach dem Angriff auf den Iran. Aber wer stoppt den Krieg? Und was geschieht am nächsten Tag?
Frieden funktioniert nicht auf Knopfdruck. Nach dem Ende des tagtäglichen Sterbens von Zivilisten und Soldaten – also nach einem Waffenstillstand – ist der Weg zum Frieden weit und voller Fallstricke.
Haben Sie schon einmal versucht, in einer Extremsituation bewusst Chaos zu säen? Absichtlich Verwirrung zu stiften? Wahrscheinlich nicht. Aber was dann passiert, kann man sich leicht vorstellen: Alle rennen in unterschiedliche Richtungen.
Sicherheitspolitik ist der Schutz von Bevölkerung, Territorium und Institutionen. Wie das angesichts der jeweiligen realen Bedingungen bestmöglich organisiert wird, konkretisiert die Sicherheitsstrategie.
Im Weltdorf rasen gerade viele Fahrzeuge in unterschiedliche Richtungen. Die Verkehrsregeln sind abgeschafft. Europa muss sich im neuen Chaos blitzartig seinen Platz erkämpfen.
Die verzweifelte Aussichtslosigkeit des Nachbarn taugt nicht als Grundlage für die eigene Sicherheit. Dauerhafter Frieden braucht einen Rahmen, der auch dem Nachbarn einen Platz und Lebensgrundlagen bietet.
Vor unseren Augen wird die internationale Ordnung mit atemberaubender Geschwindigkeit zerlegt. Ein Blick auf vier Hauptakteure – Ali Khamenei, Benjamin Netanjahu, Wladimir Putin und Donald Trump – fördert verstörende Auffälligkeiten zutage.