Eine internationale Recherche enthüllt, wie die russische Elite über Jahre hinweg Besitztümer hinter Briefkastenfirmen und Stiftungen versteckte – mit Hilfe einer globalen Beraterindustrie. Die Spuren führen auch nach Österreich. Unter anderem in den Wohnpark „Fontana“ von Siegfried Wolf.
Wer steckt hinter einem Wohnhausprojekt in der niederösterreichischen Luxus-Siedlung „Fontana“? Geleakte Offshore-Daten führen zum ehemaligen Vize-Stabschef von Wladimir Putin – und noch weiter.
Der Kabarettist und Autor hat Hunderte Chats aus dem Handy von Thomas Schmid gelesen und ein hochpolitisches Buch geschrieben. Dabei hat er selbst gar kein Smartphone.
In der Internationalen Anti-Korruptionsakademie im niederösterreichischen Laxenburg machen sich Vertreter autoritärer Staaten breit. Allen voran: Russland.
Aus den Chats von Siegfried Wolf mit Sebastian Kurz: Wie der Unternehmer beim Kanzler intervenierte, um Hilfe bei US-Sanktionen gegen Oleg Deripaskas GAZ-Gruppe zu erhalten.
Die Suche nach dem Vermögen sanktionierter Oligarchen
läuft schleppend. Österreichs Banken haben einstweilen rund 200 Millionen Euro an russischen Geldern eingefroren.
Von Stefan Melichar,
Michael Nikbakhsh und
Jakob Winter
Deripaska, Abramovich, Shuvalov: Ein internationales Journalistenkollektiv dokumentiert die milliardenschweren Besitztümer umstrittener russischer Geschäftsleute im Ausland – auch in Österreich.
Der Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien Johann Fuchs suchte kurz vor der Sicherstellung seines Mobiltelefons 2021 eifrig nach Anleitungen zur Datenlöschung im Netz.
Die Österreichisch-Russische Freundschaftsgesellschaft war lange eine bunte Kontaktbörse für Leute aus Politik und Wirtschaft. Aus dem Innenleben eines Vereins, der sich neuerdings unsichtbar macht.
Was ein russischer Milliardär, ein österreichischer Millionär, eine Firma auf Zypern und ein steueroptimierter Privatjet-Deal aus den „Paradise Papers“ miteinander zu tun haben.
Die OMV hat auch mehr als eine Woche nach Putins Überfall auf die Ukraine Schwierigkeiten, sich von ihren Russland-Engagements zu distanzieren. Darunter: Ein Sponsoring für Zenit St. Petersburg, den Lieblings-Fußballverein des Diktators.