Der gefallene Generaldirektor Roland Weißmann kämpft um Ehre und Millionen. Die Compliance-Stelle des ORF hat mit der Untersuchung der Affäre begonnen. Und die Politik tut zum ersten Mal so, als ob sie der ORF nichts anginge. Ab wann wussten Kanzler & Co von den Vorwürfen?
In einem Brief an den ORF-Stiftungsrat schreibt die ORF-Mitarbeiterin, Angst um ihren Job gehabt zu haben. Dass Weißmann ORF-Chef bleibe, wäre für sie unzumutbar gewesen. profil liegt der Brief vor, ebenso eine ausführliche Stellungnahme der Betroffenen.
Der Generaldirektor – nach dem Vorwurf sexueller Belästigung zurückgetreten; die Führungskultur – Männerkarrieren schlagen Gleichberechtigung; das Unternehmen – weiterhin in der Mangel der Parteien.
Ausgerechnet um den Weltfrauentag erschüttert ein Fall von mutmaßlicher sexueller Belästigung den ORF. Roland Weißmann, der die Vorwürfe bestreitet, trat zurück. Was das alles für den ORF bedeutet und wie es weitergeht.
Wenn Filme, Serien und Computerspiele plötzlich anders klingen als gewohnt, ist das kein Zufall: Deutschsprachige Synchronstimmen drohen von künstlicher Intelligenz ersetzt zu werden. In Deutschland eskaliert nun der Kampf gegen Netflix und den Einsatz von KI-Klonen.
Als junge Männer teilten sich Peter Westenthaler und Herbert Kickl einen Schreibtisch in der FPÖ-Zentrale. Später wurden sie zu erbitterten Gegnern. Heute soll Westenthaler dazu beitragen, Kickl den Weg ins Kanzleramt zu bereiten.
Mit ihrer Nachmittags-Talkshow war Barbara Karlich 26 Jahre lang eine ORF-Institution. Ein Gespräch über Existenzängste, ihren Stolz, an Tabus gerüttelt zu haben, und die Lust, Schicksale zu erkunden.
Kündigungen, sinkende Reichweiten und fehlgeleitete Förderungen: Der Medienstandort Österreich ist in Gefahr. Die Zahl der Journalistinnen und Journalisten hat einen Tiefststand erreicht. Wie ist die Branche hier gelandet und kommt sie wieder raus?
Der deutsche Comedian Vince Ebert erreicht mit seiner satirischen Kritik an wokem Zeitgeist und politischem Personal ein Millionenpublikum. Wie wurde das Kabarett zur Kulturkampf-Zone?
Zum Optimisten wurde Sumit Paul-Choudhury ausgerechnet in der Nacht, als seine Frau starb, kürzlich erschien mit „The Bright Side“ sein faktenbasiertes Plädoyer für mehr Optimismus. Im Gespräch mit profil verrät der Wissenschaftspublizist, wie Zuversicht zu Fortschritt führt und warum er Elon Musk für einen wahren Optimisten hält.
Vor zwei Jahren erschien die letzte Ausgabe der Wiener Zeitung. Die Politik gab dem neuen Medium viel Geld und wenig Auflagen. Nun wird das Budget gekürzt, der Rechnungshof prüft.
Die Bundesregierung plant eine Beschränkung von Social Media für Kinder und Jugendliche. Expertinnen und Experten haben ihre Zweifel – und die Kids wissen längst, wie man Verbote umgeht.
Das Ende ihrer profil-Kolumne machte Barbara Blaha in der vergangenen Woche zur Grundsatzfrage: Wie unabhängig ist das profil von seinen Eigentümern? Das lässt sich beantworten.
Susanne Schnabl ist nicht nur einer der unprätentiösesten Stars, die der ORF zu bieten hat, sie ist auch eine gute Interviewerin – selbst dann, wenn sie eigentlich selbst interviewt werden sollte.
Fünf Monate nach dem Sturz des syrischen Machthabers Assad wurde das Versprechen von Demokratie noch nicht eingelöst. Lokale Medien befinden sich teils immer noch im Exil. Wie geht es der syrischen Medienlandschaft unter dem Präsidenten al-Sharaa.
Nach einem „Weltjournal“ im Herbst 2024 brachte die Israelitische Kultusgemeinde eine rechtliche Beschwerde gegen den ORF ein. Der Vorwurf: Antisemitismus. Ein Präzedenzfall, der bis heute läuft.
Der österreichische Verschwörungssender „AUF 1“ könnte ein jähes Ende finden: Das einzige Spendenkonto des Portals ist in Ungarn – und wird wohl gekündigt.
Die Wiener Stadtregierung gibt viel Geld aus, um die Bevölkerung zu informieren. Aus Sicht des Rechnungshofes: Zu viel. Die Prüfer kritisieren eine mangelnde Übersicht und stellten die Sinnhaftigkeit mancher Kampagnen in Frage.
Die FPÖ baut ihre rechte PR-Medienlandschaft aus und erhöht den Druck auf kritischen Journalismus. Jeder achte Wahlberechtigte nutzt „FPÖ TV“ mindestens ein Mal pro Woche.
Eva Pölzl ist seit vielen Jahren die Allzweckwaffe der ORF-Unterhaltung. Fünf Mal die Woche weckt sie uns mit ihrem Lacher bei „Guten Morgen Österreich“ auf, demnächst moderiert sie die „Licht ins Dunkel“-Gala. Das ist traditionell ein Fest für die Resteverwerter von „Willkommen Österreich“.
Platz 32: Reporter ohne Grenzen attestiert das bisher schlechteste Ergebnis für Österreich. Medienforscher Andy Kaltenbrunner erklärt, wie die Medien noch zu retten sind.